Das Bio-Alternativ Verfahren

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„Falls das Interesse an einer eigenen Pyrolyse-Anlage besteht, freuen wir uns Ihnen mitzuteilen, dass unser Pyrolyse-Reaktor „BA 1“ offiziell aus der Pilotphase und somit die Produktion weiterer Anlagen möglich ist“

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Funktionsprinzip der BA1-Pyrolyse Anlage

Festbett-Gegenstromvergaser (aufsteigende Vergasung).

Vergaserleistungen:

Ca.100 kg/h Durchsatz an Biomasse oder 1 Tonne produzierte Pflanzenkohle für 3 Tonnen Rohmaterial.

Jedoch ist es möglich Ihnen eine für Ihre Bedürfnisse passende Anlage herzustellen. Für weitere Informationen dürfen Sie uns gerne direkt kontaktieren.

Merkmale unseres Bio-Alternativ Verfahren:

Für verschiedenartige Brennstoffe geeignet (verschiedene Körnungen, auch feines Material, Holzabfalle, Nuss- und Reisschalen, Zuckerrohr oder andere Arten von Biomasse, evtl. auch geeignet für Klärschlamm und Abfall je nach Gesetzgebung).

Bei unserer Karbonisierungsanlage wird die Biomasse unter Zufuhr von Vergasungsluft  in die Fraktionen fester Rückstand, Pyrolyseöl und Gas aufgetrennt. Das Verfahren ist primär zur Kohleherstellung ausgelegt, das Ziel ist somit, einen möglichst hohen Anteil des Kohlenstoffs bzw. des Energieinhalts in der festen Fraktion in Kohleform einzubinden. Als Neben Produkte fallen die Ölfraktion und das Biogas an. Während der geringe Anteil Biogas wegen seiner kleinen Leistungsdichte sofort genutzt werden muss, stehen die Kohle und das Öl als speicherbare Energieträger zur Verfügung. Die Anteile an Kohle, Öl und Gas sind einerseits von der Zusammensetzung der Ausgangsstoffe abhängig und sie können andererseits in gewissen Grenzen über die Reaktionsbedingungen (Temperatur, Luftmenge, Durchsatz) gesteuert werden. Der Energieanteil verteilt sich beim jetzigen Verfahren in etwa wie folgt auf die Produkte:

  • Feste Fraktion (Biokohle): 50%
  • Pyrolyseöl: 20%
  • Gas: 20%
  •  Verluste: 10%

 

Bei nicht-kontaminiertem Material kann die Pflanzenkohle mit einer Brikettieranlage zu Grillkohle verarbeitet werden oder — ohne weitere Aufbereitung — als Absorptionsmittel (Aktivkohle) eingesetzt werden.

Das Biogas kann zur thermischen Nutzung in einer Feuerung oder zur Krafterzeugung in einem Verbrennungsmotor eingesetzt werden. Das abgekühlte Gas wird, nach Abscheidung des Kondensats im Zyklon/Kondensator-Teil, über drei Filter (Papier-/Ölfilter) gereinigt.

Das Öl kann in einem Brenner thermisch genutzt werden. Es wird auch die Möglichkeit in Erwägung gezogen, in einer Turbine sowohl das Gas als auch das Öl zur Stromerzeugung einzusetzen.

Aufgrund des Gegenstromprinzips weist das Rohgas einen hohen Anteil hochwertiger Verbindungen auf. Da keine vollständige Vergasung angestrebt wird und somit kein hoher Wasserdampfgehalt zur Unterstützung der Crackung erforderlich ist, wird der Prozess mit möglichst trockenem Material (8 – 15% ASTRO) durchgeführt. Für die Trocknung des Ausgangsstoffs wird Prozessabwärme bzw. ein Teil der Energie im Biogas und Pyrolyseöl eingesetzt. Weil der Prozess mit einem geringen Wasserdampfgehalt geführt wird, ist die Menge an Kondensatwasser gering. Gleichzeitig ist der Heizwert des Kondensats hoch, so dass es als Energieträger eingesetzt werden kann. Das verunreinigte Pyrolyseöl weist einen Heizwert von ca. 23 MJ/kg auf, was etwa der Hälfte des Heizwerts von Heizöl EL entspricht. Da das Kondensat als Energieträger genutzt wird, kann der Prozess auch bei einer motorischen Nutzung des Gases abwasserlos geführt werden.

Unsere Anlage soll in 3 Länder zum Einsatz kommen. Deshalb ist sie technisch sehr einfach aufgebaut, preisgünstig, leise und absolut zuverlässig.

Fazit:

Unser Verfahren ermöglicht die Auftrennung der Ausgangsstoffe in die drei Fraktionen Kohle, Öl (lagerbare Energieträger) und Gas (nicht lagerbar). Da die Anlage vorwiegend zur Kohleerzeugung ausgelegt ist, wird rund 50% der Energie in die Kohle eingebunden. Die Verteilung der Produkte kann jedoch durch die Reaktionsführung beeinflusst werden. Der Kohleanteil kann voraussichtlich ohne grössere Probleme auf 30% reduziert werden. Da der Feuchtigkeitsgehalt des Ausgangsmaterials gering ist (8 – 15%), und da das Gas aufgrund des Gegenstromverfahrens einen hohen Anteil schwersiedender Verbindungen aufweist, fällt als Kondensat ein wasserhaltiges aber heizwertreiches Öl an, das als Energieträger genutzt werden kann. Der Prozess ist damit auch bei einer motorischen Nutzung des Gases abwasserlos.

 

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